News bei Google Ads: Die „durchschnittliche Position“ wird abgeschafft!

Durchschnittliche Position Google Ads verschwindet

Die Metrik „durchschnittliche Position“ in Google Ads zeigte bisher, an welcher Stelle auf der Seite die Google-Anzeige im Durchschnitt ausgeliefert wurde. Im Google Ads-Konto war zu sehen, wo die Anzeigen platziert wurden.

Ein halbes Jahr lässt Google sich Zeit für die Umstellung der Metriken, dann wird der Schritt Realität. Ab September wird eine alternative Metrik sagen, wie gut eine Anzeige in Google funktioniert:
Dann wird die „oberste Position“ oder „obere Position“ einer Anzeige angegeben. Diese beziehen sich nicht mehr auf die Reihenfolge der Anzeigen, sondern auf den Anteil der Platzierungen im oberen Block bzw. an erster Stelle im oberen Block.

Was bedeuten oberste bzw. obere Positionen bei Google Ads?

Als obere Positionen bezeichnet Google generell Platzierungen oberhalb der organischen Suchtreffer. Die allererste bezeichnet die oberste Position. Im Englischen heißt es übrigens „Top-Position“ und „Absolute Top-Position“. So weit, so klar und genau genommen auch aussagekräftiger als eine durchschnittliche Position, die schon öfters Missverständnisse mit sich brachte.

Denn: Teilweise wurde die durchschnittliche Position nicht im Verhältnis zu anderen Anzeigen, sondern als absolute Position verstanden – also statt durchschnittlich 3,0 wurde interpretiert, dass die Anzeige auf Position 3 bei Google erscheint, was faktisch falsch ist und einen großen Unterschied zur tatsächlichen Position macht.

Auch die Position über oder unter der organischen Suche wurde bei der durchschnittlichen Position nicht berücksichtigt. Aber diese ist ein wichtiger Faktor für die Sichtbarkeit und den Klickerfolg einer Anzeige. Mit der Angabe von oberster oder oberer Position wird darauf nun Bezug genommen und Klarheit geschaffen.

Warum stellt Google die Mess-Metriken um?

Google möchte mit dem Aufzeigen der obersten bzw. oberen Positionen noch mehr Transparenz in die Auslieferung der Google Ads bringen. Das ist natürlich nicht ganz uneigennützig. Wer bisher eine durchschnittliche Position von 1 hatte, kann nun genau sehen, dass nicht alle Ads auch als erstes Ergebnis ausgeliefert werden, sondern eben nur der Durchschnitt. Für größere absolute Anteile der Werbeanzeigen, die ganz oben ausgeliefert werden, müssen die Werbetreibenden wohl zukünftig noch tiefer in die Tasche greifen, um im Bieterverfahren die Nase vorn – nein ganz oben – zu haben.

Zusammenfassung und unser Fazit

Voraussichtlich ab September wird die Metrik „durchschnittliche Position“ von Google eingestampft.

Diese Metrik dient als Durchschnittswert und wird im Vergleich zu den Wettbewerber-Anzeigen ausgegeben. Die Anzeigenposition entspricht dabei nicht unbedingt der Position auf der Suchergebnisseite. Insofern ist diese Metrik seit jeher ein ungefährer Wert und definiert nicht die reale Anzeigenposition.

Die neuen Messwerte „Impressionen an oberer und oberster Position“ verweisen nun darauf, an welcher Stelle die Anzeigen auf den Suchergebnisseiten im Suchnetzwerk zu sehen sind. Das weist zwar auch keine konkrete Anzeigenposition aus. Aber laut Google „erhalten Sie so also detailliertere Informationen zur Positionierung Ihrer Anzeigen auf der Seite“.

Die Veränderung steht im Kontext der Automatisierung, die Google seit längerem vorantreibt. Die Produkte und Tools werden entsprechend weiter entwickelt und aufeinander abgestimmt. Dafür passt Google sukzessive auch die Messwerte an. So kann man beispielsweise bei Geboten für die Seitenposition auf die neuen Metriken zurückgreifen.

Dies ist natürlich vorteilhaft, bedarf aber immer auch einer kritischen Betrachtung.

 

Pros:
Das Baustein-Prinzip von Google erlaubt vielfältigere Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten. Mit der Automatisierung werden uns Tools an die Hand gegeben, die die operative Arbeit (insbesondere mit großen Datenmengen) vereinfachen und schneller machen können. Das in diesem Zuge auch überholte und ggf. überflüssige Entitäten abgeschafft werden, ist nur folgerichtig und logisch.

 

Cons:
Durch die zunehmende Automatisierung gibt man allerdings auch Stück für Stück Kontrolle an Google ab. Dabei ist Google immer nur soweit transparent, wie es nötig ist. Die genaue Arbeits- und Funktionsweise des Algorithmus bleibt uns verborgen. Und mit zunehmender Automatisierung haben wir immer begrenztere Möglichkeiten für alternative Optimierungsmaßnahmen.

Zwar steht für Google stets die Verbesserung der Qualität sowie Relevanz im Fokus. Google handelt dabei jedoch nicht ganz uneigennützig. Es ist anzunehmen, dass sich mit der anstehenden Änderung der Wettbewerb verstärkt und somit auch ein CPC-Anstieg einhergeht. In welchem Ausmaß – das bleibt abzuwarten. Wir empfehlen aktuell Testläufe, um die Performance der alten und neuen Metriken vergleichen zu können.

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Über den Autor

Nach dem Diplom in Medienwirtschaft & Journalismus gelangte Janina in die Start-up-Szene und begeistert sich seitdem für SEA. Seit 2,5 Jahren arbeitet sie als SEA Consultant bei spacedealer, den Experten für Digitales Marketing.

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