Umstellung auf paralleles Tracking für Ads: Was ist zu tun?

Parallel Tracking bei Google Ads
25. Oktober 2018 - Nina Rix

Ab dem 30. Oktober 2018 ist paralleles Tracking für alle Google Ads-Konten erforderlich.
Bisher verlief das Tracking einer Anzeige – wenn eine entsprechende Vorlage genutzt wurde – nacheinander. Das heißt, der Nutzer klickte nicht sofort zur Zielseite der Anzeige durch, sondern zuerst auf einen Google Ads-Klick-Tracker, wurde dann getrackt und schließlich zur Zielseite weitergeleitet. Dadurch entstand Wartezeit für die Nutzer, die teils dafür verantwortlich war, dass sie auf dem Weg zur Zielseite wieder absprangen. Diese Wartezeit entfällt nun durch das parallele Tracking.

Eine neue Google-Funktion macht’s möglich und reduziert Weiterleitungszeiten

In aktuellsten Browserversionen ist diese neue Google-Funktion bereits vorhanden und ermöglicht ein Tracking, das parallel im Hintergrund abläuft, während der User direkt zur gewünschten Seite klickt.

Auf einen Blick sieht das parallele Tracking so aus:

Paralleles Tracking bei Google Ads
Paralleles Tracking bei Google Ads

Wie genau läuft der Prozess des parallelen Trackings ab?

  • Der User klickt auf eine für ihn relevante Google-Ad
  • Er sieht die Zielseite
  • Parallel zum Klick wird im Hintergrund der Google Ads-Klick-Tracker und die Tracking-URL geladen
  • Bei einer Mehrzahl von verwendeten Klick-Trackern, werden mehrere Weiterleitungen geladen

Wie ist im Vergleich dazu der Prozess ohne paralleles Tracking?

  • Der User klickt auf eine für ihn relevante Google-Ad
  • Dann wird der Google Ads-Klick-Tracker und die Tracking-URL geladen
  • Bei einer Mehrzahl von verwendeten Klick-Trackern, werden mehrere Weiterleitungen geladen
  • Der User gelangt (nach der durchlaufenden Wartezeit) zur Zielseite

(Quelle: Google)

Die Funktionsweise des parallelen Trackings ist jedoch nur relevant für Advertiser, die Umleitungen mit Tracking-URLs bzw. 3rd Party Tracking verwenden. Für Werbetreibende, die eine andere Art von Tracking-Vorlage nutzen – also auf eine Weise tracken, durch die nur zusätzliche Informationen an die Vorlage geheftet werden und die Zielseite direkt ansteuern – bleibt alles beim Alten.

Tracking-Vorlagen, die mit Weiterleitungen arbeiten, jetzt auf die neue Funktionalität überprüfen!

Bei allen Ads oder Keywords, die 3rd Party Tracking nutzen, muss bis zum 30.10. sicher gestellt werden, dass paralleles Tracking unterstützt wird, damit die Anzeigen weiterhin funktionieren.

Ob die eigenen Anzeigen von Google ab dem 30. Oktober mit parallelem Tracking ausgeliefert werden, kann man in der Kontoeinstellung von Google Ads nachsehen. Dazu sollte man auf Kampagnen- und Anzeigenebene die Tracking-Vorlagen untersuchen. Tracking URLs sollten dabei auf die Stellung des Attributs {lpurl} geprüft werden. Steht dieses direkt nach einem Redirect, zum Beispiel https://www.tracker.de/?redirect={lpurl}&parameter1=xyz-undsoweiter, muss keine weitere Untersuchung auf die neue Google-Funktionalität erfolgen. Andernfalls kann Handlungsbedarf bestehen.

Rücksprache mit den Tracking-Dienst-Anbietern

Wenn eine Tracking-Vorlage eingerichtet wurde, bei der {lpurl} nicht direkt hinter den Tracker gesetzt wurde, dann wird Google die neue Funktion des parallelen Trackings nutzen und man muss sicherstellen, dass der Tracking-Dienst-Anbieter dafür Sorge trägt, dass diese auch unterstützt wird. Um alle Tracking-Vorlagen in Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen und/oder Ausrichtungskriterien zu finden, die auf die neue Funktionalität geprüft werden müssen, kann man seinen Account entweder händisch durchgehen oder es können Skripte zur Auffindung genutzt werden. Gibt es kritische Tracking-Vorlagen, dann lohnt sich eine Rücksprache mit dem jeweiligen Tracking-Dienstleister.

Achtung bei Produktdaten-Feeds

Bei diesen besonderen Feeds, die unter anderem für Shopping-Ads verwendet werden, sollte untersucht werden, ob erstens überhaupt Tracking-URLs verwendet werden und ob zweitens die hinterlegte URL identisch mit der Produkt-Domain ist. Diese findet man im Link-Attribut. Nur wenn diese Tracking-URLs (mit Attributen adwords_redirect oder ads_redirect) gleich sind, wird das neue parallele Tracking auch funktionieren.

Was sind Eure Erfahrungen mit der Überprüfung Eurer Google-Anzeigen? Wir freuen uns über Feedback, Fragen oder Anregungen!

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Über den Autor

Nach dem Diplom in Medienwirtschaft & Journalismus gelangte Janina in die Start-up-Szene und begeistert sich seitdem für SEA. Seit 2,5 Jahren arbeitet sie als SEA Consultant bei spacedealer, den Experten für Digitales Marketing.

Ein Kommentar zu “Umstellung auf paralleles Tracking für Ads: Was ist zu tun?

  1. ONMA Werbeagentur Hannover - 06. November 2018 11:27

    Schon erstaunlich wie sich die Technik immer wieder weiterentwickelt. Und schon erstaunlich, was für ein Aufwand betrieben wird nur um effizient zu werben. Danke, Nina, dass du die Thematik mal ansprichst, man bleibt immer gerne auf dem neusten Stand und du machst es Leuten echt einfach mit deinem Artikel.

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